RFQ-Angebote objektiv vergleichen: eine vollständige Checkliste
Ein belastbarer Angebotsvergleich normalisiert mehr als Preise. Er hält jede Abweichung bis zur ursprünglichen Position nachvollziehbar.
Unterschiedliche Produktnamen, Einheiten, Währungen, Zahlungsziele und Liefertermine können einen scheinbar günstigen Anbieter zur teureren oder riskanteren Wahl machen.
Positionen zuerst normalisieren
Artikelbezeichnungen, Einheiten, Mengenstaffeln und Alternativprodukte werden einer gemeinsamen RFQ-Position zugeordnet, ohne die Originalquelle zu verlieren.
Kommerzielle Bedingungen einbeziehen
Währung, Zahlungsziel, Fracht, Mindestmenge und Liefertermin müssen neben dem Einheitspreis vergleichbar sein.
- Preis und Währungsstichtag
- Lieferzeit und geforderter Termin
- Zahlungs- und Versandbedingungen
Abweichungen sichtbar entscheiden
Fehlende, alternative oder technisch unklare Positionen werden nicht stillschweigend bewertet, sondern als offene Entscheidung markiert.
RFQ-Vergleichsfelder
- 1Artikel, Spezifikation, Menge und Einheit
- 2Preis, Währung, Rabatte und Nebenkosten
- 3Liefertermin, Zahlungsziel und Gültigkeit
- 4Fehlende Positionen, Alternativen und technische Freigaben
Beispiel für eine nachvollziehbare Vergabe
Angebot B hat den niedrigeren normalisierten Gesamtwert und den früheren Liefertermin. Zwei Alternativprodukte bleiben jedoch offen; die Empfehlung fordert deshalb vor der Vergabe eine technische Freigabe statt eines automatischen Zuschlags.
Häufige Fragen
Warum reicht ein Excel-Preisvergleich oft nicht?
Weil unterschiedliche Einheiten, Währungen, fehlende Positionen und kommerzielle Bedingungen häufig manuell interpretiert werden und dadurch Fehler oder nicht vergleichbare Summen entstehen.
Soll eine Software den Lieferanten automatisch auswählen?
Sie sollte eine begründete Bewertung und offene Abweichungen liefern. Technische oder strategische Freigaben bleiben bei den verantwortlichen Personen.