Ein belastbarer Angebotsvergleich trennt den normalisierten Preis von offenen kommerziellen und technischen Abweichungen. So bleibt sichtbar, was entschieden und was noch geprüft werden muss.
Den Preis zuerst vergleichbar machen
Einheitspreise, Mengenstaffeln, Währungen, Rabatte und Nebenkosten gehören auf dieselbe Vergleichsbasis. Wie Sie daraus den Bezugspreis berechnen, zeigt der Leitfaden zur Excel-Vorlage für den Angebotsvergleich an einem Beispiel mit drei Lieferanten.
Lieferung und Zahlungsbedingungen einbeziehen
Ein günstiger Preis kann durch einen späteren Termin, ungünstige Zahlung oder fehlende Frachtangaben an Wert verlieren.
- Angefragter und angebotener Liefertermin
- Zahlungsziel, Gültigkeit und Incoterms
- Fracht, Mindestmengen und Zusatzkosten
Abweichungen als offene Entscheidungen behandeln
Alternativen, fehlende Positionen und unklare Spezifikationen dürfen nicht stillschweigend in einen Preisvergleich eingehen. Sie benötigen eine sichtbare fachliche Entscheidung.
Kriterien neben dem Preis
- Menge, Einheit und Spezifikation je Position
- Währung, Rabatte, Fracht und Nebenkosten
- Liefertermin, Zahlungsziel und Angebotsgültigkeit
- Fehlende Positionen, Alternativen und technische Freigaben
Beispiel für einen Vergleich jenseits des Preises
Angebot A ist im Gesamtpreis niedriger. Angebot B erfüllt jedoch den benötigten Liefertermin und enthält keine Alternativprodukte. Die Entscheidung dokumentiert beide Vorteile und fordert eine bewusste Priorisierung von Termin oder Kosten.
Häufige Fragen
- Sollte der Gesamtpreis immer das wichtigste Kriterium sein?
- Er ist wichtig, aber nur auf einer vergleichbaren Basis. Lieferfähigkeit, Bedingungen, Vollständigkeit und technische Eignung können die bessere Wahl verändern.
- Wie werden Alternativprodukte bewertet?
- Sie sollten getrennt sichtbar bleiben, bis eine zuständige Person die technische Gleichwertigkeit bestätigt. Ein System darf diese Freigabe nicht verdecken.